Jede Gesellschaft hat so viele Drogensüchtige, wie sie durch Unwissenheit und passive Haltung erzeugt.

Was Sie über die Dynamik der Drogensucht wissen sollten, wenn Sie das Drogenproblem ernst nehmen.

Hassela Solidarity Sweden


 

 

  1. Drogensucht unter Jugendlichen wird von den bereits Süchtigen auf diejenigen übertragen, die noch keine Drogen nehmen.
  2. Neugier und die Tendenz, sich Gruppennormen anzupassen, sind die wesentlichen psychologischen Mechanismen, die den Einstieg in die Drogensucht nachvollziehbar machen.
  3. Labile Jugendliche und solche, die unsicher sind, ob sie im Freundeskreis akzeptiert werden, laufen am ehesten Gefahr, in die Drogenszene hineinzugeraten.
  4. Man nimmt eine Droge, weil sie "angenehme Empfindungen" hervorruft.
  5. Wenn man Drogen nimmt, so bringt man das biologische Gleichgewicht zwischen Vergnügen und Unbehagen durcheinander, das bei Mensch und Tier als unbewusster Schutzmechanismus wirkt.
  6. Drogensucht entwickelt sich leicht zu einer Form der schweren Abhängigkeit, die ihrer eigenen Dynamik folgt.
  7. Diese künstlich geschaffene Abhängigkeit kann so stark werden, dass natürliche Bedürfnisse wie Hunger und Durst nicht mehr empfunden werden.
  8. Das ausgeprägte Lustempfinden, das Drogenmissbrauch hervorruft, bedeutet dem Drogensüchtigen mehr als anderen der Sexualtrieb.
  9. Wer diese Gefühle selber empfunden hat, wird nicht zögern, seine Freunde in diese "Welt des chemischen Vergnügens" hineinzuziehen.
  10. Die Widerstandskraft dem Drogenkonsum gegenüber nimmt ab, wenn er verbreitet ist und ihm eine "verständnisvolle Haltung" entgegengebracht wird.
  11. Unterstützung und Verständnis gegenüber den Drogensüchtigen sind berechtigt, nicht aber gegenüber Drogen und der Sucht an sich.
  12. Der "freie Wille" des Drogensüchtigen ist ausgeschaltet. Dies ist die zwangsläufige Folge der Drogensucht.
  13. Selbst wenn der Drogensüchtige bereit ist, sich die zerstörerrischen Folgen seiner Lebensweise einzugestehen, ist er selten bereit, die Drogen aufzugeben.
  14. Der Drogensüchtige ist durchaus bereit, sich nach Hilfe und Unterstützung umzusehen, wenn er in Schwierigkeiten gerät oder wenn der Drogenvorrat knapp ist. Aber das heisst gewöhnlich nicht, dass er bereit ist, die Droge aufzugeben.
  15. Die weitreichenden Störungen verschiedenster Art, die sich aus dem Drogenkonsum ergeben, machen eine Behandlung schwierig.
  16. Ein "behandelter" Drogensüchtiger kann genauso wenig ein "Gelegenheitskonsument" von Drogen werden, wie ehemalige Raucher oder Alkoholiker "Gelegenheitskonsumenten" ihrer Drogen werden können. ("alles-oder-nichts-Gesetz")
  17. Jeder Drogensüchtige, der meint, er sei eine Ausnahme vom "Alles-oder-nichts-Gesetz" - wie es die meisten Drogensüchtigen tun - wird schnell entdecken, dass er doch dem Gesetz entsprechend reagiert.
  18. Totale Abkehr von den Drogen ist der einzige konstruktive Weg für denjenigen, der in Drogenabhängigkeit geraten ist.
  19. Aus Solidarität mit drogengefährdeten Jugendlichen sollten auch die, welche meinen, stark genug zu sein, auf Drogenexperimente verzichten.
  20. Eine liberale Drogenpolitik wird zu einer Zunahme der Drogensucht führen.
  21. Eine restriktive Drogenpolitik wird das Risiko, in die Drogensucht zu geraten, eindämmen.
  22. Die Drogensucht kommt nicht über uns wie eine Naturkatastrophe, sondern sie kann in allen Einzelheiten analysiert und verstanden, ihre Ausbreitung beherrscht und gestoppt werden.
  23. Wenn es zur Ausbreitung der Drogensucht kommt, ist es eine politische Frage, wie man damit umgeht und welche Massnahmen man ergreift.

(nach Nils Bejerot)

 

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